Fachsessions
Innovative Lösungen und Ansätze für eine nachhaltige Zukunft.
Das einzigartige Konzept gemeinsam erarbeiteter Vorträge gibt Ihnen objektive und übergreifende Einblicke in die einzelnen Zukunftsthemen in einer nie dagewesenen Kompaktheit. Die neun Fachsessions werden in je drei parallel stattfindenden Sessions aufgeteilt.
Globale Trends wie Urbanisierung, Digitalisierung, Ressourcenverknappung und die zunehmenden Klimaauswirkungen verändern die Bau- und Immobilienbranche grundlegend und führen zu transitorischen und physischen Risiken sowie neuen regulatorischen, technologischen und marktseitigen Anforderungen. Nachhaltiges Planen, Bauen und Betreiben über den Lebenszyklus ist eine zentrale Antwort darauf und wird vor allem durch Finanzwirtschaft, Regulatorik und Wirtschaftlichkeit getrieben. Die Fachsession zeigt, wie sich Risiken durch nachhaltige Maßnahmen und Instrumente wie Anforderungen der Finanzwirtschaft und Bankenregulierung, EU-Regulatorik (Taxonomie, CSRD), privatwirtschaftliche Zertifizierungssysteme sowie das geplante Gebäudeenergiegesetz 2026 reduzieren lassen.
Leitung der Fachsession und des Fachgremiums: Lehr- und Forschungsgebiet Nachhaltigkeit im Metallleichtbau der RWTH Aachen University
- Ursula Feld, Dipl.-Ing. Architektin, DGNB Auditorin, Sachverständige für Nachhaltiges Bauen (STI) und Teamleiterin, Gebäudemanagement der Stadt Aachen
- Prof. Dr.-Ing. Harald Garrecht, Institut Werkstoffe im Bauwesen, Universität Stuttgart
- Univ. Prof. Dr.-Ing Markus Kuhnhenne, Institut für Stahlbau der RWTH Aachen University, RWTH Aachen University
- Dr.-Ing. Norbert Pralle, Vice President Public Affairs, Vulcan Energie Ressourcen GmbH
- Dr.-Ing. Dominik Pyschny, Oberingenieur, RWTH Aachen
Die Industrialisierung des Betonbaus bietet Lösungen für Herausforderungen wie Produktivitätssteigerung, Nachhaltigkeit, Ressourceneffizienz, Fachkräftemangel und steigende Komplexität. Im Zentrum steht die Transformation traditioneller Bauprozesse hin zu automatisierten, robotergestützten und vorgefertigten Verfahren. Automatisierte Schalungssysteme, großformatiger 3D-Betondruck und modulare Fertigung ermöglichen
effizientere und ressourcenschonendere Betonbauteile; Re-Use-Ansätze erweitern zudem die Perspektiven für einen kreislaufgerechten Betonbau. Die Fachsession zeigt den Stand der Technik, aktuelle Forschungs- und Praxisbeispiele sowie zukünftige Entwicklungen – von robotischer Schalungsfertigung über hybride Bausysteme bis zur zunehmenden Bedeutung digitaler Planungsprozesse und Expertensysteme.
Leitung der Fachsession und des Fachgremiums: Institut für Massivbau (IMB) der RWTH Aachen University
- Dr.-Ing. Helen Bartsch, Oberingenieurin, Institut für Stahlbau, RWTH Aachen University
- Dr.-Ing. Jan Bielak, Geschäftsführer des Instituts und Koordinator Industrieforschung, Institut für Massivbau, RWTH Aachen University
- Univ.-Prof. Dr.-Ing. Martin Claßen, Lehrstuhlinhaber und Institutsleiter, Institut für Massivbau , RWTH Aachen University
- Markus Heße, Head of International Product Management, Xella Baustoffe GmbH
- Dr.-Ing Martin Hiester, Leiter Abteilung Unternehmensentwicklung und Leiter Geschäftsfeld Fertigteilbau, nesseler bau GmbH
- Dr.-Ing. Matthias Hillebrand, Abteilungsleiter Produktentwicklung, BREMER SE
- Univ.-Prof. Dr.-Ing. habil. Peter Mark, Lehrstuhlinhaber, Lehrstuhl für Massivbau, Ruhr Universität Bochum
- Dr.-Ing. David Sanio, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Lehrstuhl für Massivbau, Ruhr Universität Bochum
- Christina Maria Zimmermann, Geschäftsführende Gesellschafterin, Schüßler-Plan GmbH und Geschäftsführerin, Schüßler-Plan Ingenieurgesellschaft mbH Düsseldorf
Der Erfolg von anspruchsvollen Projekten ist maßgeblich davon abhängig, wie wir im Projekt miteinander umgehen. Neben der Diskussion über technische Innovationen und KI wird häufig vergessen, dass wir mit der Gestaltung der Projektabwicklungsform (Planung und Ausführung) überhaupt erst die Rahmenbedingungen der Zusammenarbeit definieren.
Partnerschaftliche Abwicklungsmodelle liefern dabei Lösungsansätze für viele Herausforderungen des Bauens in Deutschland, wie beispielsweise: die steigende Komplexität der Projekte, die steigenden Anforderungen an Kosten und Termine, die sinkenden qualitative Bauherrenkapazitäten sowie insbesondere die divergierenden Partikularinteressen der Projektbeteiligten sowie die „Illusion vollständiger Verträge“.
In der Fachsession werden kulturelle, organisatorische und strukturelle Voraussetzungen partnerschaftlicher Zusammenarbeit der BIM-Planung und Realisierung erläutert sowie unterschiedliche partnerschaftliche Abwicklungsmodelle von IPA bis zum Bauteammodell gegenübergestellt.
- Thomas Korr, Carpus+Partner AG
- Prof. Stefan Leupertz, Geschäftsführer, 3D2L GmbH, Richter am Bundesgerichtshof a.D., ehemaliger Vorsitzenden des Deutschen Baugerichtstags
- Dr.-Ing. David Peters, Mitglied der Geschäftsleitung, CP Bauteam GmbH
- Dr. iur. Thomas Wilk, Rechtsanwalt, Partner, Luther Rechtsanwaltsgesellschaft mbH
Serielles Bauen mit vorgefertigten 2D-Elementen und 3D-Modulen gewinnt an Bedeutung, da es hohe Qualität, Effizienz und Planungssicherheit ermöglicht. Durch werkseitige Fertigung und standardisierte Prozesse lassen sich Bauzeit, Verzögerungen, Qualitätsrisiken und Emissionen deutlich reduzieren. Angesichts steigender Baukosten, Fachkräftemangel und dem Bedarf an schnell verfügbarem Wohn-, Bildungs- und Gesundheitsraum bietet diese Bauweise wirtschaftliche und nachhaltige Vorteile sowie hohe Kalkulationssicherheit. Trotz Standardisierung bleiben Nutzung, Gebäudekonfiguration und Materialwahl flexibel, sodass Gebäude angepasst, erweitert oder rückgebaut werden können. Innovative Ansätze in Planung und Fertigung treiben die Weiterentwicklung des seriellen Bauens voran.
Leitung der Fachsession und des Fachgremiums: Center Building and Infrastructure Engineering (CBI) des RWTH Aachen Campus
- Annette Boderke, Gruppenleiterin Modulbau NRW, Firmengruppe Max Bögl
- Raphael Bruns, stellvertretender Vorsitzender, Bundesverband Bausysteme e.V.
- Benjamin Camps, Geschäftsführer, Center Building and Infrastructure Engineering auf dem RWTH Aachen Campus
- Jörn Kreuzahler, Head of Design & Construction NRW, Art-Invest Real Estate Management GmbH & Co. KG
- André Zander, Key Account Manager Business Segment Systems, KUKA Assembly & Test GmbH
Kreislaufprozesse senken Umweltbelastungen und die Abhängigkeit von nicht erneuerbaren Ressourcen. Ein Hindernis in der Praxis ist das Fehlen geeigneter Tools zur quantitativen Bewertung von Verfügbarkeiten und Kreislaufpotenzialen. Ansätze bieten Zirkularitätsbewertungen, wie der Urban Mining Index, und digitale Materialplattformen wie Madaster, die auch die Wirtschaftlichkeit des Rückbaus bewerten. Besonders im Bauwesen ist zirkuläres Wirtschaften entscheidend. Für eine breite Anwendung braucht es klare rechtliche Rahmenbedingungen und materialgerechtes Konstruieren. Noch stehen lange Lebensdauer und niedrige Kosten im Vordergrund, während Forschung und Wirtschaft wesentlich weiter sind als Normen und Richtlinien. Beispiel Beton: Technisch ist eine höhere Substitution natürlicher Gesteinskörnung möglich, normativ sind jedoch nur bis zu 45 % erlaubt. Zudem bestehen Vorbehalte gegenüber der Qualität rezyklierter Baustoffe, obwohl großes Potenzial vorhanden ist.
Ausschreibungen und Vergaben können die Bauwende unterstützen, wenn Nachhaltigkeit und Zirkularität stärker berücksichtigt werden. Förderungen, Gebäudelabel und Vorgaben aus Green Deal und EU-Taxonomie schaffen zusätzliche Anreize. Für Investoren ergeben sich Vorteile durch günstigere Finanzierung nachhaltiger Bauprojekte.
Ein weiterer Schlüssel ist die Digitalisierung und der Einsatz von KI. In der bislang wenig digitalisierten Bauwelt ermöglichen solche Technologien große Fortschritte. Besonders im Stoffstrommanagement sind sie essentiell, um Rohstoffverknappung, steigende Entsorgungskosten und komplexere Gesetzgebung zu bewältigen und Prozesse von der Rückgewinnung bis zur Wiederbereitstellung aufbereiteter Baustoffe effizient zu steuern.
Leitung der Fachsession und des Fachgremiums: Holcim (Deutschland) GmbH
- Julian Gaviria, Leiter Nachhaltigkeit, "HPP" Architekten, Düsseldorf
- Lukas Haedicke, Geschäftsführer Neues Bauen, Ardex
- Thorsten Hahn, CEO, Holcim Deutschland
- Daniel Imhäuser, Geschäftsführer, Blasius Schuster
- Dipl.-Ing., Dipl.-Wirt.-Ing. Christian Landes, Founder und CEO, N1 Circular GmbH
- Prof. Dr.-Ing. Anja Rosen, Professorin für Circular Construction, MSA Münster School of Architecture und Mitgründerin, C5 GmbH
- Michael Scharpf, Leiter Nachhaltiges Bauen, Holcim Deutschland
- Nicole Wallner, Leiterin Nachhaltigkeit Ten Brinke, DGNB Vorstand
- Dr. Stefanie Weidner, Vorständin, Werner Sobek AG
Die Fachsession beleuchtet die praxisnahen Innovationen, Zukunftstrends, Herausforderungen und Lösungsansätze im Bauen im Bestand.
Anhand konkreter Praxisbeispiele wird aufgezeigt, wie aktuelle Herausforderungen – von komplexer Regulatorik über technische und baurechtliche Rahmenbedingungen bis hin zur Wirtschaftlichkeit – erfolgreich gemeistert werden können. Im Fokus stehen dabei neue Herangehensweisen, digitale Werkzeuge wie BIM und 3D-Erfassung, die Planung und die Umsetzung effizienter machen. Ergänzend wird gezeigt, wie serielle, modulare und vorgefertigte Konzepte den Umbau und die Weiterentwicklung von Bestandsimmobilien beschleunigen und qualitativ erhöhen können.
Leitung der Fachsession und des Fachgremiums: Kempen Krause Ingenieure GmbH
- Dr.-Ing. Hans-Jürgen Krause, Vorstand, ABE und Geschäftsführender Gesellschafter, KEMPEN KRAUSE Ingenieure
- Markus Plöcker, Architekt BDA, Partner, Schmidt Plöcker Architekten und Vorstand ASBIB (Arbeitsgemeinschaft Serielles Bauen im Bestand e.V.)
- Holger Seitz, Geschäftsführer, KEMPEN KRAUSE Ingenieure
- Christopher Smolka, Leitung BIM-Kompetenzzentrum, KEMPEN KRAUSE Ingenieure
- Emilia von Fritsch, Prokuristin, Kempen Krause Ingenieur
Die Baustelle wird intelligent: Robotik, Sensorik und Physical AI eröffnen neue Möglichkeiten für Planung, Ausführung und Dokumentation. Mobile Roboter, Drohnen und autonome Systeme navigieren eigenständig, erfassen Daten und Objekte und analysieren Baufortschritt und Umgebung in Echtzeit. Die Fachsession verbindet anwendungsnahe Forschung mit Praxisbeispielen und zeigt, wie digitale Zwillinge Bauprozesse steuerbar machen und kritische Infrastrukturen resilienter werden lassen.
Leitung der Fachsession und des Fachgremiums: Institut für Baumanagement, Digitales Bauen und Robotik im
Bauwesen (ICoM) der RWTH Aachen University
- Hendrik Benz , Institut für Baumanagement, Digitales Bauen und Robotik im Bauwesen der RWTH Aachen – ICoM
- Dipl.-Ing. Marco Braun, Ed. Züblin AG, Direktion Düsseldorf
- Shuchen Di, STRABAG Innovation & Digitalisation, STRABAG AG
- Dr.-Ing. Robert Hartung, Johann Bunte Bauunternehmung SE & Co. KG
- Dipl.-Ing. Klaus Hemme, Johann Bunte Bauunternehmung SE & Co. KG
- Dirk Jürgeleit, KAISER GmbH & Co. KG
- Univ.-Prof. Dr.-Ing. Katharina Klemt-Albert, Institut für Baumanagement, Digitales Bauen und Robotik im Bauwesen der RWTH Aachen – ICoM
- Christine Lappe, STRABAG Innovation & Digitalisation, STRABAG AG
- Tessa Oberhoff, Institut für Baumanagement, Digitales Bauen und Robotik im Bauwesen der RWTH Aachen – ICoM
- Larissa Zeichhardt, LAT Gruppe
Die Fachsession gibt einen Überblick über zentrale Technologien, regulatorische Rahmenbedingungen und Erfolgsfaktoren für die strategische und wirtschaftliche Umsetzung der Wärmewende im Gebäudesektor. Ein einführender Vortrag ordnet das Thema ein und zeigt zukünftige Entwicklungen auf. Im Fokus stehen zwei Schwerpunkte: Technologien und Innovationen für die systemische Wärmebereitstellung sowie Weiterentwicklungen der Wärmepumpentechnik im Kontext der F-Gase-Verordnung, nachhaltiger Kältemittel und moderner Verdichter. Ergänzend werden Potenzialanalysen, Fachkräfte- und Qualifizierungsbedarfe, Marktentwicklungen für Niedertemperaturwärme, neue Geschäftsmodelle, technische Umsetzung nachhaltiger Wärmeversorgung sowie Optimierung, Standardisierung und digitale Vorplanung von Wärmepumpensystemen behandelt.
Leitung der Fachsession und des Fachgremiums: Institute of Smart Building Engineering (ISBE) der FH Aachen
- Prof. Dr.-Ing. Rolf Groß, FH Aachen, FB02 – Smart Building Engineering, Instituts für Smart Building Engineering
- Dr.-Ing. Alexander Linder, Leiter Produktmanagement, Vaillant Deutschland GmbH & Co. KG
- Univ. Prof. Dr.-Ing. Dirk Müller, RWTH Aachen, E.ON ERC, Lehrstuhl für Gebäude- und Raumklimatechnik
- Dr.-Ing. Jan Richarz, ZWP MorgenGrün, Senior Consultant Bestandsmodernisierung & Dekarbonisierung Industrie
Die Holzbauweise ist die fortschrittlichste Bauweise mit weiterhin großem Innovationspotential. Die Entwicklung des Holzbaus wird durch Forschung stetig erweitert und durch innovative Firmen in der Praxis umgesetzt. Speziell der mehrgeschossige Holzbau, aber auch die Sonderbauten wie Schulen, entwickelt sich ständig weiter. Die Spannweiten und Aussteifungssysteme werden, auch durch die Forschung, leistungsfähiger und wirtschaftlicher. Der Brandschutz in der Holzbauweise hat sich in den letzten Jahren, auch durch neuere Forschungen, weiterentwickelt. Hieraus ergeben sich neue weitergehende Innovationen für den mehrgeschossigen Holzbau. In der Session werden sowohl bereits verwirklichte Bauwerke vorgestellt, die den rasanten Fortschritt der Holz-Bauweise beeindruckend dokumentieren, als auch aktuelle Forschungsergebnisse präsentiert, die den Weg für zukünftige Bauweisen aufzeigen.
Leitung der Fachsession und des Fachgremiums: Walter + Reif Ingenieurgesellschaft mbH gemeinsam mit dem Fachgebiet Ingenieurholzbau der RWTH Aachen University
- Sebastian Adams, Geschäftsführer, Adams Holzbau-Fertigbau GmbH
- Prof. Dr. Benno Hoffmeister, APL Professor der RWTH Aachen am Institut für Stahlbau/Holzbau; Mitglied in zahlreichen Normengremien
- Markus Möllenbeck, James Hardie Europe GmbH
- Prof. Dr.-Ing. Leif Arne Peterson, Fachbereich Bauingenieurwesen, FH Aachen
- Lukas Rauber, Institut für Stahl- und Leichtmetallbau, Oberingenieur Holzbau, RWTH Aachen University
- Dietmar Riecks, Inhaber des Büros Banz + Riecks Architekten
- Dr.-Ing. Wolfgang Roeser, Geschäftsführer der Hegger und Partner Ingenieure GmbH; Prüfingenieur für Massivbau und Holzbau
- Prof. Dr.-Ing. Thomas Uibel, Fachbereich Bauingenieurwesen, Prodekan für Finanzen und Forschung; Geschäftsführender Direktor des Aachener Zentrums für Holzbauforschung (AZH), FH Aachen
- Prof. Dipl.-Ing. Burkhard Walter, Geschäftsführer Walter + Reif Ingenieurgesellschaft mbH; Honorarprofessor RWTH Aachen; öff. best. SV Holzbau
- Dr.-Ing. Marc Wenner, Geschäftsführer, MKP GmbH
- Tobias Wiesenkämper, Geschäftsführer, Ripkens Wiesenkämper Beratende Ingenieure PartGmbB

